Dienstag, 15. Mai 2012

Endlich im neuen Heim

Jetzt, nachdem ich schon seit 3 Tagen im neuen Heim bin und mich ein bisschen eingelebt habe kann ich euch von der Autofahrt und den aufregenden Stunden danach erzählen.

Nachdem Martin und Sophie also für mich bezahlt hatten, wurde ich in einen Katzenkorb verfrachtet und in ein Auto geladen. Das war ganz schön blöd. Ich habe deshalb die ganze Zeit gemauzt und versucht die Klappe des Katzenkorbes wegzudrücken, aber denkt ihr, das hat die beiden interessiert?? Nein, die Klappe blieb zu. Da half es mir auch nicht, dass Martin und Sophie ständig auf mich einredeten, dass ich keine Angst haben muss. Die Fahrt war nämlich ganz schön lang. Bestimmt eine halbe Stunde. Zwischendurch hielten wir einmal kurz an einem Laden an, um etwas Futter für mich zu holen. Ich bekam auch gleich etwas ins Körbchen gesteckt, aber trotz meines Hungers war ich viiieeel zu aufgeregt, um davon zu essen. Also mauzte ich weiter...aber ohne Erfolg.

Dann waren wir endlich da. Martin hat gleich die Tür geöffnet als wir im Haus waren. Ich durfte mir alles in Ruhe anschauen, aber irgendwie war es doch komisch plötzlich in so einer fremden Umgebung zu sein. Deshalb bin ich erstmal unter die Küchenzeile gehuscht. Da war es schön dunkel und keiner kam an mich ran. Aber dann habe ich mir gedacht, dass es doch keinen Sinn macht die ganze Zeit darunter zu hocken und habe mich doch noch ein bisschen umgeschaut. Der Keller hat mir in diesem Moment am Besten gefallen. Dort stand sogar schon etwas zu fressen und zu trinken für mich. Und eine Katzentoilette. In Rot. Die hat bestimmt Sophie ausgesucht. Rot ist nämlich ihre Lieblingsfarbe.

Im Keller habe ich mir dann ein gemütliches Plätzchen auf der Couch ausgesucht. Ab und zu kamen Martin und Sophie dann mal nach unten und haben geschaut, ob es mir gut geht. Dann haben sie mich immer vor das Fressen gesetzt. Aber ich hatte noch keinen richtigen Hunger. Dazu kommt auch, dass ich ganz schön wählerisch bin. Leider verstehen mich die beiden nicht, sonst könnte ich ja einfach sagen, was ich gerne mag. So müssen sie es ausprobieren. Sie haben mir in den letzten Tagen schon 3 verschiedene Trockenfuttersorten (die auch ganz gut schmecken) angeboten. Dazu dann noch Dosenfutter und in Wasser eingeweichtes Trockenfutter. Außerdem wurden mir schon Sachen wie Leberwurst, Kochschinken, Salami, Fetakäse und sonstige Dinge, die so bei den beiden auf den Tisch kommen angeboten. Aber das ist irgendwie alles nicht so mein Geschmack. Mal schauen, ob sie das richtige Leckerli für mich noch finden. Das einzige was mir richtig gut schmeckt, sind diese Katzensticks mit Lachs und Forelle. Aber die darf ich leider nicht die ganze Zeit bekommen.

Nachdem der Keller mir dann zu langweilig wurde, habe ich mich doch ab und zu mal nach oben getraut. Da haben sich die Menschen immer ganz schön gefreut. Dann wurde ich gestreichelt und gekuschelt.

Da ich bis zum späten Nachmittag immer noch nicht auf der Katzentoilette war, wurde ich immer dort hineingesetzt, damit ich begreife, dass ich dort mein Geschäft machen kann. Menschen sind manchmal echt komisch.... Da haben sie immer mit der Hand in dem Katzenstreu gescharrt, so wie wir Katzen das machen, wenn wir auf Toilette gehen. Sowas affiges.... Dabei weiß ich doch ganz genau wie das geht. Ich bin doch nicht blöd. Ich musste halt einfach noch nicht. Und als ich dann am Abend doch musste und sauber wie ich bin, dies natürlich auf der Katzentoilette gemacht hatte, da haben sie sich gefreut wie verrückt. Naja....Menschen sind halt komisch.....

Jetzt ist es mal wieder Zeit für ein Schläfchen.....
beim nächsten Mal erzähle ich Euch, wie der erste Tage weitergegangen ist. Es gab nämlich noch Besuch....

Mauz, Eure Lilly

1 Kommentar:

  1. Hallo Lilly, du süße "Maus" (warum reden Katzenbesitzer ihre pelzigen Untermieter so gern mit Maus an ... SEHR merkwürdig, um micht zu sagen befremdlich ...).

    Also, meine hübsche Namensschwester. Ich gratuliere herzlich zum neuen Personal und rate dir: sei geduldig, die werden's schon noch mitkriegen. Bei mir hat es auch eine Weile gedauert, bis Renate geschnallt hat, dass ich unbedingt bei ihr leben möchte. Und (pssst: Geheimnis!): heute liebt sie mich soooooooooo sehr, dass sie sich keinen Tag mehr ohne mich vorstellen kann.

    Tipp: miaulos auf ihren Schoß krabbeln, dich dort niederlassen, einringeln, schnurren und einschlafen. Das macht jeden fertig!

    Bis bald - erzähl mal, was du bisher so erlebt hast.

    Deine Kumpelin Lili

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