Dann klingelte es auch noch und mein erster Besuch kündigte sich an. Lenni und Sven waren vorbeigekommen und leckeren Spargel zu essen und um mich zu begrüßen.
Ich wurde dann auch gleich bekuschelt, aber trotzdem blieb ich während des Abendessen noch im Keller sitzen. Aber dann wurde es mir doch etwas zu langweilig hier unten, während oben im Wohnzimmer geschwatzt und gelacht wurde. Als nahm ich all meinen Mut zusammen und riskierte einen Blick nach oben.
Und wie sich meine Menschen wieder gefreut haben.
Also habe ich mich einfach mitten auf den Teppich gelegt und den Trubel genossen.
Und ich habe gemerkt, dass es einen großen Vorteil hat, wenn man sich dazugesellt...
Es gibt immer irgendwen, der mich streicheln kommt oder mit mir spielt.
Deshalb bin ich jetzt immer überall wo meine Menschen sind. Tagsüber habe ich einen ganz tollen Fensterplatz im Wohnzimmer für mich entdeckt. Martin und Sophie haben sogar extra eine Decke für mich dort hingelegt.
Und nachts habe ich einen Platz auf dem Fensterbrett im Schlafzimmer. Wenn Platz ist, dann lege ich mich auch mal gerne auf das Fußende vom Bett.
Renate, die Besitzerin von meiner Namensvetterin Lili, wollte wissen, warum ich im Tierheim war. Hauptsächlich deshalb, weil der Mann von meiner Vorbesitzerin nicht damit klargekommen ist, dass ich immer so viele Mäuse von draußen mitgebracht habe. Und ich habe auch immer mal Zecken oder Flöhe vom rumstreunern mitgebracht. Also wurde ich schweren Herzens abgegeben. Eine kurze Zeit später durfte ich dann wieder mit nach Hause, aber es ging nicht lange gut. Dann musste ich wieder ins Tierheim. Vielleicht habe ich ja irgendwann mal die Gelegenheit das noch genauer zu erfahren. Meine Vorbesitzerin vermisst mich nämlich ziemlich doll und möchte gerne Kontakt zu meiner neuen Familie aufnehmen. Mal schaun, ob daraus was wird.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen