Montag, 21. Mai 2012

Ausgang

In den letzten 3 Tagen durfte ich immer mal kurz raus. Da habe ich alles beschnuppert und mich etwas umgeschaut.
Das war vielleicht aufregend. Deshalb bin ich auch immer wieder schnell zurückgehuscht ins Haus.

Heute hatte ich dann etwas länger die Gelegenheit mich im Garten umzuschauen. Dabei habe ich die Nachbarin kennengelernt und bin auch auf den Kater getroffen.


Das war an dem Abend, als wir Besuch hatten. Da durfte ich nicht noch nicht raus.. Also saß ich hinter der Scheibe damit  ich nichts verpasse. Das in der Spiegelung ist übrigens Luis, das Patenkind von Martin.


Hier aale ich mich in der Sonne.


Hier sehe ich grade die Nachbarin am Fenster stehen.


Na und hier seht ihr mich, wie ich auf dem Boden liege, meine Ohren anlege und fauche was das Zeug hält.
Der Kater hat sich dann auch verzogen. Habe also erfolgreich meine Terrasse verteidigt.
 Dafür er aber auch seine. Als ich nämlich etwas später zu ihm rübergegangen bin, da hat er mich ganz schön angekeift. Mal schaun, ob wir noch Freunde werden, oder ob wir irgendwann mal friedlich nebeneinander leben können.


Bis zum nächsten Mal

Eure Lilly

Freitag, 18. Mai 2012

Eine aufregende Nacht

Guten Morgen ihr Langschläfer....

ich muss euch sofort von meiner aufregenden Nacht erzählen.
Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie aufgebracht ich war.
Ich habe euch ja gestern schon von dem Nachbarskater erzählt. Von weitem sah er ja auch ganz nett aus, aber er scheint mitbekommen zu haben, dass ich hier neu eingezogen bin.
Also hat er sich heute Nacht um 01.00 Uhr kackenfrech vor die Tür zum Garten gesetzt und mich von dort beobachtet. Ich habe alles gegeben....
Habe gemauzt, gefaucht, mein Fell aufgestellt, habe mich gegen die Scheibe geschmissen und meine Krallen ausgefahren, aber nichts hat ihn beeindruckt. Zum Glück ist dann Martin irgendwann mal aufgestanden und hat ihn verscheucht. Wenn er mich rausgelassen hätte, dann hätte ich es dem Kater aber gezeigt, wessen Terrasse das ist. Nämlich meine....

Gegen 04.00 Uhr ging das ganze Spiel von vorne los. Da hat sich dann Sophie erbarmt und hat ihn verscheucht.

Leute, ich sage euch.... wenn ich irgendwann endlich mal raus darf, dann zeige ich ihm wo es langgeht.

Ein entschlossenes Mauz sendet euch

Lilly

Freude

Heute war ich tagsüber ganz schön lange allein. Was habe ich mich gefreut als Martin endlich nach Hause kam. Da bin ich mit Lichtgeschwindigkeit die Treppe hinuntergesaust.
Er hat dann noch etwas mit mir trainiert, damit ich auf meinen Namen und seinen speziellen Rufpfiff höre. Bevor  ich nämlich hierher gekommen bin, hieß ich Mieze.
Beim Trainieren gibt es immer Leckerlis. Das könnte ich jeden Tag machen...

Und dann habe ich heute den Nachbarskater gesehen. Das ist vielleicht ein Hübscher.....Bei Gelegenheit kann ich ihn euch mal zeigen.
Leider habe ich ihn nur durch die Scheibe gesehen, weil ich ja noch nicht raus darf. Mein Menschen haben Angst, dass ich nicht mehr zurückkomme. Ich soll mich erst etwas eingewöhnen, so dass ich weiß wo mein zu Hause ist. Vielleicht habe ich aber schon morgen meine erste Möglichkeit nach draußen zu gelangen. Es soll nämlich gegrillt werden mit Freunden. Da lässt bestimmt mal jemand aus Versehen die Tür zum Garten auf.....

Mauz, Eure Lilly

Donnerstag, 17. Mai 2012

Der erste Abend

Als nun der erste Abend im neuen Heim anbrach schwankte ich immer noch zwischen dem Keller und der Geselligkeit oben im Wohnzimmer.
Dann klingelte es auch noch und mein erster Besuch kündigte sich an. Lenni und Sven waren vorbeigekommen und leckeren Spargel zu essen und um mich zu begrüßen.
Ich wurde dann auch gleich bekuschelt, aber trotzdem blieb ich während des Abendessen noch im Keller sitzen. Aber dann wurde es mir doch etwas zu langweilig hier unten, während oben im Wohnzimmer geschwatzt und gelacht wurde. Als nahm ich all meinen Mut zusammen und riskierte einen Blick nach oben.

Und wie sich meine Menschen wieder gefreut haben.
Also habe ich mich einfach mitten auf den Teppich gelegt und den Trubel genossen.
Und ich habe gemerkt, dass es einen großen Vorteil hat, wenn man sich dazugesellt...
Es gibt immer irgendwen, der mich streicheln kommt oder mit mir spielt.

Deshalb bin ich jetzt immer überall wo meine Menschen sind. Tagsüber habe ich einen ganz tollen Fensterplatz im Wohnzimmer für mich entdeckt. Martin und Sophie haben sogar extra eine Decke für mich dort hingelegt.
Und nachts habe ich einen Platz auf dem Fensterbrett im Schlafzimmer. Wenn Platz ist, dann lege ich mich auch mal gerne auf das Fußende vom Bett.



Renate, die Besitzerin von meiner Namensvetterin Lili, wollte wissen, warum ich im Tierheim war. Hauptsächlich deshalb, weil der Mann von meiner Vorbesitzerin nicht damit klargekommen ist, dass ich immer so viele Mäuse von draußen mitgebracht habe. Und ich habe auch immer mal Zecken oder Flöhe vom rumstreunern mitgebracht. Also wurde ich schweren Herzens  abgegeben. Eine kurze Zeit später durfte ich dann wieder mit nach Hause, aber es ging nicht lange gut. Dann musste ich wieder ins Tierheim. Vielleicht habe ich ja irgendwann mal die Gelegenheit das noch genauer zu erfahren. Meine Vorbesitzerin vermisst mich nämlich ziemlich doll und möchte gerne Kontakt zu meiner neuen Familie aufnehmen. Mal schaun, ob daraus was wird.

Mauz, Eure Lilly

Dienstag, 15. Mai 2012

Endlich im neuen Heim

Jetzt, nachdem ich schon seit 3 Tagen im neuen Heim bin und mich ein bisschen eingelebt habe kann ich euch von der Autofahrt und den aufregenden Stunden danach erzählen.

Nachdem Martin und Sophie also für mich bezahlt hatten, wurde ich in einen Katzenkorb verfrachtet und in ein Auto geladen. Das war ganz schön blöd. Ich habe deshalb die ganze Zeit gemauzt und versucht die Klappe des Katzenkorbes wegzudrücken, aber denkt ihr, das hat die beiden interessiert?? Nein, die Klappe blieb zu. Da half es mir auch nicht, dass Martin und Sophie ständig auf mich einredeten, dass ich keine Angst haben muss. Die Fahrt war nämlich ganz schön lang. Bestimmt eine halbe Stunde. Zwischendurch hielten wir einmal kurz an einem Laden an, um etwas Futter für mich zu holen. Ich bekam auch gleich etwas ins Körbchen gesteckt, aber trotz meines Hungers war ich viiieeel zu aufgeregt, um davon zu essen. Also mauzte ich weiter...aber ohne Erfolg.

Dann waren wir endlich da. Martin hat gleich die Tür geöffnet als wir im Haus waren. Ich durfte mir alles in Ruhe anschauen, aber irgendwie war es doch komisch plötzlich in so einer fremden Umgebung zu sein. Deshalb bin ich erstmal unter die Küchenzeile gehuscht. Da war es schön dunkel und keiner kam an mich ran. Aber dann habe ich mir gedacht, dass es doch keinen Sinn macht die ganze Zeit darunter zu hocken und habe mich doch noch ein bisschen umgeschaut. Der Keller hat mir in diesem Moment am Besten gefallen. Dort stand sogar schon etwas zu fressen und zu trinken für mich. Und eine Katzentoilette. In Rot. Die hat bestimmt Sophie ausgesucht. Rot ist nämlich ihre Lieblingsfarbe.

Im Keller habe ich mir dann ein gemütliches Plätzchen auf der Couch ausgesucht. Ab und zu kamen Martin und Sophie dann mal nach unten und haben geschaut, ob es mir gut geht. Dann haben sie mich immer vor das Fressen gesetzt. Aber ich hatte noch keinen richtigen Hunger. Dazu kommt auch, dass ich ganz schön wählerisch bin. Leider verstehen mich die beiden nicht, sonst könnte ich ja einfach sagen, was ich gerne mag. So müssen sie es ausprobieren. Sie haben mir in den letzten Tagen schon 3 verschiedene Trockenfuttersorten (die auch ganz gut schmecken) angeboten. Dazu dann noch Dosenfutter und in Wasser eingeweichtes Trockenfutter. Außerdem wurden mir schon Sachen wie Leberwurst, Kochschinken, Salami, Fetakäse und sonstige Dinge, die so bei den beiden auf den Tisch kommen angeboten. Aber das ist irgendwie alles nicht so mein Geschmack. Mal schauen, ob sie das richtige Leckerli für mich noch finden. Das einzige was mir richtig gut schmeckt, sind diese Katzensticks mit Lachs und Forelle. Aber die darf ich leider nicht die ganze Zeit bekommen.

Nachdem der Keller mir dann zu langweilig wurde, habe ich mich doch ab und zu mal nach oben getraut. Da haben sich die Menschen immer ganz schön gefreut. Dann wurde ich gestreichelt und gekuschelt.

Da ich bis zum späten Nachmittag immer noch nicht auf der Katzentoilette war, wurde ich immer dort hineingesetzt, damit ich begreife, dass ich dort mein Geschäft machen kann. Menschen sind manchmal echt komisch.... Da haben sie immer mit der Hand in dem Katzenstreu gescharrt, so wie wir Katzen das machen, wenn wir auf Toilette gehen. Sowas affiges.... Dabei weiß ich doch ganz genau wie das geht. Ich bin doch nicht blöd. Ich musste halt einfach noch nicht. Und als ich dann am Abend doch musste und sauber wie ich bin, dies natürlich auf der Katzentoilette gemacht hatte, da haben sie sich gefreut wie verrückt. Naja....Menschen sind halt komisch.....

Jetzt ist es mal wieder Zeit für ein Schläfchen.....
beim nächsten Mal erzähle ich Euch, wie der erste Tage weitergegangen ist. Es gab nämlich noch Besuch....

Mauz, Eure Lilly

Sonntag, 13. Mai 2012

Ein aufregender Tag...

Gestern Vormittag ahnte ich noch nicht, was an dem Tag alles passieren sollte...
Zusammen mit meinen Artgenossen warteten wir wie jeden Tag auf die Öffnung des Tierheims.
Das ist immer sehr aufregend. Wenn sich die Tore öffnen, dann strömen immer ganz viele Menschen herein, die alle auf der Suche nach einem neuen Spielgefährten für sich selbst oder ihre zu Hause wartenden Tiere sind.

Wir sind hier immerhin ca. 300 Katzen, die sich während der Öffnungszeit von ihrer besten Seite zeigen müssen, damit wir auch ausgewählt werden.

Am gestrigen Tag hatte das Tierheim in der Süderstraße schon eine Stunde auf. Ich und meine Boxnachbarn legten alle unsere süßesten Blicke auf und schmiegten uns an die Gitterstäbe, damit wir die kurze Besuchszeit voll zum kuscheln und gestreichelt werden nutzen konnten. Denn wir wissen alle, dass wir so viieeel schneller ein neues zu Hause finden, wenn wir gaaanz lieb und nett sind während die Menschen hier sind. Es ist aber nicht so, dass es uns hier schlecht geht.
Nein, man kann sich nicht beklagen.... wir haben eine eigene, saubere Box mit einer kleinen Katzentoilette, einem Häuschen zum Verstecken, etwas zu fressen und etwas Spielzeug. Wenn wir uns mit anderen Katzen verstehen, dann sind wir sogar manchmal zu zweit in einer Box, die dann natürlich doppelt so groß ist. Und wir haben auch ganz liebe Tierpflegerinnen, die uns wirklich gerne haben und uns wie ihre eigenen Lieblinge behandeln. Aber es schon etwas nervig, wenn man den ganzen Tag von anderen Katzen umgeben ist und man nie wirklich seine Ruhe hat. Und so richtigen Auslauf hat man auch nicht. Und wenn dann die anderen auch noch ganz schnell einen neuen Besitzer finden, obwohl man selber schon viel länger darauf wartet, dann ärgert einen das schon ein bisschen.

Aber ich musste zum Glück nicht lange warten. Ich wurde erst am 03.05.2012 von meinen vorherigen Besitzern im Tierheim abgegeben und am 12.05.2012 durfte ich schon in ein neues zu Hause fahren.

Aber das war ziemlich knapp...fast hätte es nicht geklappt.

Meine neuen Besitzer, Martin und Sophie, wollten nämlich eigentlich eine kleine Babykatze haben. Das kann man natürlich verstehen, weil die wirklich immer soooo süß sind. Aber dann entschlossen sie sich doch ganz kurzfristig zu uns ins Tierheim zu fahren um zu schauen, ob es nicht doch eine Alternative wäre, doch eine große Katze zu nehmen.

Sie kamen in den Raum, in dem meine Box stand und ich habe meinen ganzen Charme spielen lassen um besonders gut anzukommen. Bei Martin hat das auch gleich geklappt.... Sophie war erst noch etwas skeptisch. Sie hatte den Gedanken an ein kleines Babykätzchen immer noch nicht ganz aufgegeben. Als ich das merkte, habe ich mich nochmal ganz besonders angestrengt. Ich habe mich ganz doll an die Gitterstäbe gedrückt und gezeigt, dass ich eine ganz kuschelige bin. Das kam sehr gut an. Dazu kam dann noch mein gutes Zeugnis, welches an meiner Box hing.
Dort standen nämlich folgende Eigenschaften über mich:
- lieb, schmusig
- freundlich
- verspielt, lebhaft
- muss unbedingt raus können
- benutzt Kratzbaum
- stubenrein, geht raus
- mag/kennt Kinder
- Familie gewohnt
- frisst Trockenfutter

Das hört sich doch alles ganz gut an, oder?? Auf Grund all dieser Eigenschaften und natürlich meinem besonders hübschen Aussehen und meinem Charme durfte ich dann also mit zu Martin und Sophie nach Hause fahren....

Wie die Fahrt war und wie ich mich eingelebt habe, dass erzähle ich euch beim nächsten Mal. Jetzt muss ich mir nämlich erstmal ein gemütliches Plätzchen suchen und ein kleines Schläfchen halten.

Anbei schon mal ein Foto, wie das so aussieht....


Einen schönen Abend wünscht Euch

Eure Lilly